“Hinter den alltäglichen Handlungen der Versorgung versteckt sich das Drängen der Emotionen, das Verzweifeln an einer Situation, an der sich scheinbar nichts ändern lässt. Es ist ein Alltag, wie ihn die rumänischen Autoren häufig erfinden. In der Verdichtung der Gegenwart liegt die Kraft dieser nur scheinbar völlig abgeklärten, unaufgeregten, herben, spannungslosen Gegenwartsliteratur. In ihr manifestiert sich die Auseinandersetzung der jüngeren Autoren mit einer «alternativlos» erscheinenden Realität, die dennoch kapillarisch von Neuem, Anderem, Fremdem durchzogen wird. Von den Übersetzern und Lesern im Westen erfordert dies hohe Aufmerksamkeit, gerade auch bei den banal erscheinenden Erzählstoffen.”
Markus Bauer Neue Zürcher Zeitung NZZ